Samstag, 07.02.2026 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore): Sklepik, Liebergesell – Gräser (4), Weinrich (3), Watterott (1), Kinast (2), Sittig (5), Heidorn (4), Schneeberg (3), Paksa (8), Fasse, Ertmer (5), Kullmann, F. (1)
Stationen: 3:0, 5:1, 8:4, 9:5, 11:7, 14:7, 16:9, 19:11 (HZ) – 20:13, 21:15, 23:17, 25:17, 26:18, 29:18, 30:21, 33:21, 34:22, 34:27, 36:27 (Endstand)
Hohes Tempo sichert die ersten Punkte - erster Männermannschaft gelingt ungefährdeter Start-Ziel-Sieg zum Rückrundenauftakt
Überaus konsequent in den Anfangsminuten ebnete unser Team frühzeitig das gewünschte Heimdebüt im neuen Jahr, in dem sie den Gegner durch ihr schnelles Umschaltspiel häufig auf dem falschen Fuß erwischten und sich so in Halbzeit eins einen komfortablen Vorsprung herausspielten. Ohne später nochmal große Spannung aufkommen zu lassen, brachte die Einheit-Sieben den sich abzeichnenden Erfolg in den verbleibenden, eher durchwachsenen dreißig Minuten ins Ziel.
Lange hat es im neuen Jahr bis zum ersten großen Heimspieltag und zugleich Regionsklasse-Debüt unserer ersten Männermannschaft gedauert. Nach der knapp verpassten Qualifikation zur Regionsliga gehen die Worbiser, wie auch ihre Reserve, nun eine Staffel weiter unten an den Start und haben im nächsten halben Jahr die Möglichkeit, als eines der beiden bestplatzierten Teams quasi „verspätet“ die vor der Winterpause verpatzte Chance zu ergreifen und aufzusteigen. Als erster von sieben Gegnern wurde die noch unbekannte dritte Vertretung der HSG Langelsheim/Astfeld zur gewohnten Primetime am Samstagabend in der durch zahlreich parallel laufende Karnevalsveranstaltungen (darunter auch vom Worbiser Carneval Club, der in diesem Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert - Glückwunsch an dieser Stelle) etwas geringer frequentierten Ohmberghalle begrüßt. Die Gäste schlossen ihre Vorrundengruppe auf dem letzten Rang ab, dementsprechend waren die Wipperstädter umso motivierter, direkt im ersten Spiel ein Ausrufezeichen zu setzen und sich schon in der Frühphase der Rückrunde nach oben zu orientieren.
Wie auf der Tribüne lichtete sich ebenfalls im Spieltagskader auf einigen Positionen das Feld. Um auf mehr Wechselmöglichkeiten zurückgreifen zu können, berief Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann mit Patrick Weinrich sowie Rick Watterott Akteure aus der zweiten Mannschaft, die bereits ihre Partie vom frühen Nachmittag in den Beinen hatten.
Die Anfangsminuten gehörten klar den Hausherren. Den ersten Treffer noch aus dem Positionsspiel heraus erarbeitet, klingelte es in den folgenden Angriffen fast ausschließlich über Konter oder die schnelle Mitte. Vor allem Youngster Johannes Paksa lief eine erste Welle nach der anderen - fünf der ersten sieben Worbiser Tore gingen auf sein Konto. Eine erste Auszeit nach zwölf Zeigerumdrehungen bremste das stürmische Angriffsspiel unserer Jungs etwas aus - zu diesem Zeitpunkt bereits der Stand von 8:4. Dazu agierten sie in der Abwehr vermehrt zu passiv, ließen die Gegenspieler gewähren und ihren Schlussmann öfter alleine. Nun insgesamt ausgeglichener hielten die Gäste den Rückstand zunächst bei vier Toren, gerieten nach zwanzig Minuten dann aber zum ersten Mal in Unterzahl. Fahrlässig in der Offensive, bekamen die Wipperstädter weitere Möglichkeiten zum raschen Umschalten, genutzt von Andreas Gräser sowie René Sittig für das spätere 14:7. Bis zur Pause setzten sich die Gastgeber allerdings nicht weiter ab, auch aus einer weiteren Zeitstrafe für die HSG konnten sie kein Kapital schlagen. Im Ballbesitz kamen seit dem ersten Team-Timeout seitens Langelsheim leichte Probleme auf und defensiv trat weiterhin nur phasenweise Besserung ein. Mit einem dennoch souveränen Vorsprung von 19:11 ging es in die Kabinen.
Die Einheit-Sieben steuerte nach der ersten Halbzeit auf einen gelungenen Rückrundenstart hin - nach dem bisherigen Spielverlauf zu urteilen sollte lediglich die Höhe des Ergebnisses noch geklärt werden. Trotzdessen ließen die Gäste nicht so einfach locker, wurden sich bewusst, dass die Abwehr des Gastgebers doch einige Lücken offenbarte. Diese genutzt, gingen die ersten beiden Treffer nach dem Seitenwechsel in Richtung der grün gekleideten Mannschaft. Justus Schneeberg veredelte zwei schnelle Gegenstöße, um den alten Abstand wiederherzustellen. Bis zum nächsten Langelsheimer Team-Timeout in Minute 44 (25:17) wechselten sich die Zwei-Tore-Folgen beider Seiten ab. Bei den Hausherren schlichen sich vermehrt Fehler in der eigenen Offensive ein, die eine höhere Führung verhinderten - zudem scheiterten sie einige Male, auch frei von sechs Metern, am gegnerischen Keeper. Mehrere Unterzahlsituationen von der 39. bis zur 45. Minute überstanden sie jedoch weitestgehend schadlos. Schon seit geraumer Zeit eine Partie auf Augenhöhe und ohne große Aufreger setzte die HSG immer wieder Nadelstiche, um der anhaltenden hohen Geschwindigkeit unserer Jungs etwas entgegenzusetzen. Sechs Minuten vor dem Schlusspfiff zog der Gästecoach beim Stand von 33:21 seine letzte grüne Karte, welche sogar noch Ergebniskosmetik bewirken konnte. Müde vom eigenen intensiven Spiel griffen die Wipperstädter in der Abwehr kaum mehr zu und kassierten noch sechs weitere Treffer. Die letzten Kräfte mobilisiert, setzten sie in den abschließenden Angriffsaktionen jeweils noch einen Erfolg über die schnelle Mitte sowie Konter obendrauf und somit den 36:27-Endstand auf die Anzeigetafel. Rein vom Resultat auf den zweiten Durchgang bezogen, entschied Einheit diese dreißig Minuten nur knapp mit 17:16 für sich, was sich an der höheren Anzahl an Fehlwürfen sowie -pässen und zudem Nachlässigkeiten in der Verteidigung, dem Steckenpferd der letzten Partien, widerspiegelte. Am Ende ist der Auftaktsieg in die Rückrunde verdient, hätte jedoch weitaus höher ausfallen können - letztlich stand sich unser Team in einigen Phasen selbst im Weg. Das Primärziel wurde erreicht, nun gilt es, weiter an den einzelnen Stellschrauben zu drehen, um eine neue Erfolgsserie aufzubauen und Richtung Aufstiegsränge anzugreifen.
Samstag, 13.12.2025 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Sklepik – Paksa (3), Kinast (2), Sittig (3), Heidorn (7/2), Bräunlich (1), Ertmer, C., Fasse (1), Ertmer, J. (4), Stolze, Liebergesell, Steinhardt (2)
Stationen: 3:0, 3:4, 4:4, 4:7, 6:8, 8:10, 10:13 (HZ) – 13:14, 15:15, 17:17, 18:18, 18:20, 20:22, 22:24, 23:24, 23:25 (Endstand)
Handball-Marathon zum Jahresabschluss ohne Happy End - erste Männermannschaft verpasst Comeback in zerfahrener Partie
Großartige Kulisse, anhaltende Spannung & eine intensiv geführte Partie, in der sich nichts geschenkt wurde – das Jahresfinale machte seinem Namen alle Ehre, wurde von unserem Team aber leider nicht zum Erfolg gekrönt. Nach dem starken Beginn machten sich Offensivprobleme bei den Worbisern breit, die insbesondere in der zweiten Halbzeit die Partie nicht kippen ließen und die ordentliche Defensivleistung vom Resultat her etwas in den Schatten stellten.
Wieder ist ein Jahr Geschichte, die Hinrunde der Saison 2025/2026 bereits vorbei und gleichzeitig findet auch die Qualifikation zur Regionsliga/-klasse für unsere erste Männermannschaft ihren Abschluss. Als finales Highlight des letzten Heimspieltags in 2025 war der Gegner derselbe wie bei ihrem letzten Spiel, die Tuspo Weende. Vor zwei Wochen standen sich die Teams im Norden Göttingens gegenüber - mit glücklichem Ende für die Wipperstädter: 20:19 hieß es nach der Schlusssirene. Eine kleine Hoffnung, sich noch die Teilnahme an der Regionsliga zu sichern, blieb mit dem Resultat bestehen, ist durch die Ergebnisse der Konkurrenz allerdings vor diesem Duell bereits geplatzt. Dementsprechend durfte man die anstehenden sechzig Minuten schon als Vorbereitung zur Rückrunde betrachten - zumindest auf Seiten unserer Jungs.
Für den heutigen Kader meldeten sich 13 Akteure um Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann einsatzbereit. Auf Außen fehlten Justus Schneeberg und Andreas Gräser sowie Fabian Kullmann am Kreis. Dafür durfte Claudius Ertmer nach auskurierter Verletzung wieder einige Minuten sammeln.
Dass bei den Hausherren diese Begegnung als zusätzliches „Testspiel“ ohne Druck angegangen werden konnte, war in den ersten Minuten deutlich zu spüren. Sehr aufmerksam in der Abwehr eroberten sie drei Bälle in Folge aus dem Spiel heraus und holten sich nach erfolgreichen Tempogegenstößen eine rasche 3:0-Führung. Die Gäste wurden hier früh überrascht, schienen sich aber nicht beirren zu lassen und arbeiteten sich Stück für Stück in die Partie hinein. Nach drei Toren in Folge für die Heimsieben gelangen ihnen nun noch eines mehr, somit stand es nach dem Worbiser Blitzstart genauso schnell auf einmal 3:4. Im Positionsangriff tat sich unsere Mannschaft gegen das Weender Defensivbollwerk wahnsinnig schwer. Die folgenden wenigen Tore kamen überwiegend aus dem Rückraum, der sich durch Einzelaktionen den Weg zum gegnerischen Gehäuse bahnte. Einfache Treffer waren eher den Göttingern vergönnt, vor allem über eine altbekannte Schwachstelle des Gastgebers: Die Außen. Ein Team-Timeout brachte zunächst Besserung, unsere Jungs hielten den Rückstand bei 5:7 bzw. 6:8, ehe auf der anderen Seite die erste grüne Karte genutzt wurde. Beide Mannschaften begegneten sich im Anschluss nun mehr auf Augenhöhe, mit einigen Fehlern sowie mühselig laufenden Ballbesitzphasen, was vielen Unterbrechungen geschuldet war. Zusätzlich erschwert wurden die Worbiser Bemühungen durch vier Unterzahlsituationen in Halbzeit eins, wodurch sie nicht weiter aufschließen konnten und mit einem 10:13 aus ihrer Sicht in die Kabinen gingen.
An der Abwehrleistung gab es wenig zu kritisieren - jetzt mussten sich die Wipperstädter aber auch vorne öfter belohnen. Eine Überzahl stand zu Beginn von Halbzeit zwei, welche sie zu nutzen wussten und sich schnell bis zum 12:13 rankämpften. Ein Tor sowie eine weitere Zeitstrafe für die Gäste wiederholte sich in den kommenden Minuten zweimal - nach der jeweils passenden Antwort der Einheit-Sieben hieß es 14:15. Und der Ausgleich fiel in diesem weiterhin hart umkämpften Duell nur kurze Zeit später. Defensiv blieben unsere Jungs weitestgehend stabil, bekamen Unterstützung vom Keeper Marvin Sklepik, der seit Mitte des ersten Durchgangs für den angeschlagenen Dominik Hartmann zwischen den Pfosten stand. Bis zum 18:18 schafften es die Gastgeber immer wieder, einen Gegentreffer zu kontern, verpassten es in dieser Phase allerdings auch, sich die Führung zu holen. Mehrfach wurden klare Chancen vergeben - der Wurf fand selbst unbedrängt von sechs Metern nicht den Weg ins Glück. Diese entscheidenden Fehler brachten allmählich Unsicherheit ins Angriffsspiel unserer Mannschaft. Gerade in der Schlussphase schraubten die Gäste ihre Trefferquote ausreichend nach oben, die Wipperstädter ihrerseits rieben sich zu sehr auf. Zusätzlich kamen die nachlassenden Kräfte aufgrund der mehrfachen Unterzahlsituationen vor der Pause hinzu. 22:24 hieß es zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Es folgte sechzig Sekunden später bei gleichem Ergebnis noch ein letztes Weender Team-Timeout, ein weiterer Treffer sollte ihnen allemal reichen. Einheit eroberte aber nochmal den Ball und lief einen Konter, bei dem Tim Steinhardt rüde weggecheckt wurde und eine Zeitstrafe plus Siebenmeter rausholte, den Alexander Heidorn verwandelte. Sie mussten die Gäste anschließend werfen lassen, um ein Herunterspielen der Zeit zu verhindern, doch der letzte Abschluss in diesem Spiel ließ das 23:25 und zugleich das finale Resultat folgen. Großer Jubel brach beim Göttinger Team aus - ein extrem bittererer Jahresabschluss für unsere erste Männermannschaft, die sich hier nicht aufgab und wieder einmal eine insgesamt wirklich gute Verteidigung zeigte, offensiv allerdings in den wichtigen Situationen nicht punkten konnte. Somit gehen die beiden Zähler auch im zweiten Aufeinandertreffen denkbar knapp an die Auswärtssieben. Gratulation an die Tuspo Weende zur Qualifikation für die Regionsliga.
Ein großes Dankeschön an alle Fans, die an diesem letzten Heimspiel des Jahres lautstark mitgefiebert haben!
Wir wünschen unserem verletzten Spieler Tim Steinhardt eine schnelle Genesung!
Weiter geht es, wie eingangs gesagt, nun nach der Winterpause in der Regionsklasse, in der ebenfalls unsere Herrenreserve anzutreffen ist. Mit dem erlösenden ersten Sieg zum Saisonauftakt nach anderthalb Jahren Durststrecke ließen die Worbiser noch zwei weitere folgen, stellten ihren Kampfgeist oftmals unter Beweis, doch es war häufig zu sehen, dass in einem Spiel entweder nur Offensive oder die Defensive herausstach. Hier muss weiter gearbeitet werden, um im neuen Jahr oben angreifen und in Richtung Aufstieg gehen zu können.
Sonntag, 30.11.2025 15:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Sklepik – Paksa (2), Sittig (1), Heidorn (6), Schneeberg, Fasse (5), Ertmer (2), Stolze, Steinhardt (3/1), Kullmann F. (1)
Stationen: 1:0, 3:1, 3:2, 5:3, 6:5, 7:6, 9:8 (HZ) – 9:9, 11:9, 11:10, 13:10, 13:12, 15:12, 15:16, 16:16, 16:20, 19:20 (Endstand)
Negativlauf gestoppt und rote Laterne abgegeben - erste Männermannschaft entscheidet Abwehrschlacht dank Zwischenspurt in Halbzeit zwei für sich
Oft genug in dieser Saison bereits gesehen, geht es bei Spielen unseres Teams nicht eindeutig, egal in welche Richtung. Nach den zahlreichen Wochen der Rückschläge gelingt den Worbisern nun aber endlich der lang ersehnte Befreiungsschlag – und auch dieser war mit einem harten Stück Arbeit verbunden, brauchten die Wipperstädter bis zur Schlussphase, um ihre defensiven Stärken vor dem gegnerischen Gehäuse dauerhaft in etwas Zählbares umzuwandeln.
Versuch Nummer fünf zum nächsten Punktgewinn seit dem zweiten Spieltag führte unsere erste Männermannschaft - als einziges Worbiser Team an diesem Wochenende auf Reisen - in ihrem letzten Auswärtsspiel der Hinrunde in den Norden Göttingens zur Tuspo Weende. Durch die anhaltende Niederlagenserie von zuletzt vier Partien ohne Erfolg ist die Qualifikation zur Regionsliga sehr wahrscheinlich Geschichte, somit lag der Fokus in den verbleibenden beiden Partien gegen ein und denselben Kontrahenten eher darauf, einen versöhnlichen Jahresabschluss zu schaffen und zudem in Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte mal zu experimentieren.
Was die personelle Aufstellung für diesen Sonntagnachmittag betraf, konnte Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann in den letzten Wochen allerdings schon auf mehr Kräfte zurückgreifen. Die elf Akteure, welche sich einsatzbereit meldeten, mussten die Ausfälle auf verschiedensten Positionen irgendwie ersetzen und sich ohne viele Wechselmöglichkeiten gegen einen nahezu maximal ausgelasteten Weender Kader behaupten.
Rein ging es in die Partie mit einer ordentlichen Wartezeit für die Zuschauer auf Tore. Früh zeichnete sich ab, dass die Abwehrreihen sowie ihre starken Keeper dominieren. Der erste Treffer fiel nach über vier Minuten zu Gunsten der Hausherren, bei unserem Team dauerte es sogar knapp sechs. Es bildete sich bei den Worbisern ein sehr schwerfälliger Angriff, durch das rasche Rückzugsverhalten des Gegners wenig Tempospiel möglich. Es wurde sich oft nicht getraut, konsequent durchzugehen oder die eigene Aktion überzeugend zu Ende zu bringen - hinzu kamen unnötige Ballverluste. Insgesamt fehlten die zwingenden Aktionen, um dauerhaft gefährlich zu werden. Durch aufmerksame Defensivarbeit schafften die Wipperstädter es jedoch, den Gastgeber vor Probleme zu stellen und den Rückstand nicht anwachsen zu lassen. Einige Fehler erzwungen, mussten sie sich jetzt belohnen. Erste Welle sowie schnelle Mitte und damit verbundene einfache Tore kamen zunächst mehr zum Vorschein, im weiteren Verlauf ging es aber fast nur übers ungeliebte Positionsspiel. Auch zwei Überzahlsituationen konnten sie nur bedingt zu ihrem Vorteil nutzen. Mühselig über den oft gesuchten Außen Kai Fasse oder Rückraum erfolgreich gewesen, dauerten die Offensivaktionen gegen eine dicht stehende und robuste gegnerische Verteidigung doch sehr lange, woraufhin die Gäste zum Ende des ersten Durchgangs hin immer wieder ins Zeitspiel gerieten. 8:9 hieß es für die Worbiser zur Pause - natürlich alles noch möglich, wenngleich aus sportlicher Sicht noch viel Luft nach oben war.
Daran änderte sich nach dem Seitenwechsel allerdings nicht viel. Unsere Mannschaft holte sich zwar den Ausgleich zum 9:9 - wohl gemerkt nach fünf Minuten - kurze Zeit später lag Weende nach zwei erfolgreichen Konterläufen dann wieder in Front. Es folgte die erste Zeitstrafe seitens der Einheit-Sieben, welche sie ohne größere Schäden überstand, dennoch vorne weiterhin zu wenige klare Chancen kreierte, sich festlief und technische Fehler leistete. Erneut gestaltete sich auch die Trefferquote, zeitweise unter 30%, sehr ausbaufähig. An Abwehr- sowie Torwartleistung gab es wenig zu Meckern. Die Tuspo wurde häufig zum Abschluss von Außen gezwungen, bekannte Schwachstelle der Worbiser Torhüter, Marvin Sklepik erwischte aber einen Sahnetag und hielt sein Team mit zahlreichen Paraden im Spiel. Zum letzten torarmen Auswärtsspiel gegen die HSG Solling II, bei der es mit einer Niederlage im Gepäck nach Hause ging (20:22), waren gewisse Parallelen erkennbar, diesmal sollte es jedoch anders werden. Und die Einstellung stimmte. Nach den ersten Drei-Tore-Rückständen von 10:13 und 12:15 glichen die Wipperstädter in der 51. Minute zum 15:15 aus und holten sich einen Angriff danach die Führung zurück - in dieser Phase dank dreier wichtiger Treffer von Mittespieler Alexander Heidorn. Die Hausherren hatten keine direkten Antworten parat, hinzu kam etwas Glück für unsere Jungs bei einigen gegnerischen Pfostentreffern. Aus dem 10:13 wurde ein 19:16 bei noch vier Zeigerumdrehungen Rest. Der heimische Coach reagierte mit einem Team-Timeout, doch nach diesem fingen die Gäste noch einen Ball ab und stellten auf 20:16. In den vorherigen zehn Minuten nur zwei Treffer zugelassen und in den entscheidenden Momenten endlich zuverlässig getroffen - das waren letztendlich die Schlüssel zum Sieg. Daran änderten auch eine Worbiser Unterzahl, die letzten drei Tuspo-Treffer sowie Manndeckung nichts mehr. Obwohl kein eigener Torerfolg mehr gelingen sollte, hielt unsere Mannschaft lang genug den Ball und rettete den denkbar knappen Vorsprung bis zur viel umjubelten Schlusssirene. Das von wenigen Höhepunkten geprägte, dafür umso härter umkämpfte Duell gewannen die Einheit-Akteure am heutigen Tag in der Abwehr und setzten der mehrwöchigen Durststrecke endlich ein Ende.
Es verbleibt noch eine Partie zum Abschluss des letzten Heimspieltags im Jahr 2025, wenn der heutige Gegner zu Gast in der Ohmberghalle ist - bei der aktuellen Tabellenkonstellation durchaus möglich, dass erst dann die letzten Entscheidungen für die Staffelzugehörigkeit in der Rückrunde fallen.
Samstag, 22.11.2025 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Sklepik – Gräser (6/3), Paksa (4), Kinast (2), Sittig (2), Heidorn (8/1), Bräunlich (1), Schneeberg (3), Fasse (2), Ertmer (2), Stolze, Steinhardt (5), Kullmann, F.
Stationen: 2:0, 3:1, 6:4, 8:6, 10:8, 13:12, 16:15, 19:18 (HZ) – 19:21, 22:22, 23:24, 26:27, 26:31, 30:31, 31:33, 31:35, 33:36, 35:38 (Endstand)
Zweites Torfestival gegen Rosdorf erneut ohne Happy End - erste Männermannschaft verharrt am Tabellenende und blickt Richtung Regionsklasse
Wie so oft sind es die Kleinigkeiten, die eine Partie zwischen zwei gleichwertigen Kontrahenten am Ende doch in eine Richtung kippen lassen. Bereits im letzten Auswärtsspiel zu sehen, fehlte in den entscheidenden Momenten dieses eine Tor mehr - steckten die Wipperstädter zwar auch vor heimischer Kulisse nach einigen Problemen nicht auf und konnten das Comeback starten, jedoch nicht vollenden.
Es sah eigentlich zu Beginn der Saison 2025/2026 nach der maximalen Punktausbeute aus den ersten beiden Partien wirklich vielversprechend für unsere erste Männermannschaft aus, dass sie sich nach dem Abstieg aus dem Tief rausgekämpft hat und sich für die Regionsliga qualifizieren kann. Drei Spieltage später ist die Realität eine ganz andere. Vom Platz an der Sonne ging es bis ans Tabellenende runter und das Rückspiel gegen den MTV Rosdorf III, bei dem damals die bis heute andauernde Niederlagenserie nach einem Offensivspektakel startete (33:42), stellte die wohl letzte Möglichkeit dar, um sich die Chance für die höhere Staffel weiterhin offenzuhalten.
Was den Kader betraf, gab es für Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann wenig zu beanstanden. Vierzehn Akteure meldeten sich einsatzbereit, darunter auch Armin Stolze, Silas Bräunlich sowie Justus Schneeberg, welche stets bei der Reserve aushelfen und auch deren Spiel vom Vortag in Seesen bereits in den Knochen hatten.
Dass beide Teams wie beim ersten Aufeinandertreffen mit offenem Visier ans Werk gehen, war in den Anfangsminuten nicht zu sehen. Einheit holte sich die erste Führung und schaffte es zunächst, diese zu halten. Die Angriffsaktionen gestalteten sich im Vergleich zum letzten Spiel bei der HSG Solling II (20:22) deutlich zielstrebiger und mit mehr Druck auf die gegnerische Defensive. Unsere Jungs kamen schnell ins Tempo, leisteten sich wenige technische Fehler und konnten sich so klare Chancen herausarbeiten. Vermehrt zeigte sich Denker und Lenker Alexander Heidorn aus dem Rückraum erfolgreich, doch auch von den anderen Positionen kamen wichtige Tore. Auf der Gegenseite das Rosdorfer Offensivspiel zu Beginn noch eingedämmt, bekamen die Worbiser im weiteren Verlauf reichlich Probleme, insbesondere mit dem gegnerischen Spielmacher, der sich für sechs von den ersten acht Treffern verantwortlich zeigte. Nach kurzem Abtasten bekamen die Zuschauer dann doch wieder das Bild aus dem Hinspiel zu sehen - bis zur Auszeit zur Hälfte des ersten Durchgangs (10:8). Der MTV versuchte mit einer offensiveren Abwehr für Unruhe zu sorgen, doch die Worbiser fanden weiterhin Lösungen. Was ebenfalls einige Male bei ihnen funktionierte, war ein überfallartiges Spiel dank schneller Mitte nach gegnerischem Torerfolg. Jedoch ließen sich die Gäste nicht abschütten, konnten sogar zwischenzeitlich ausgleichen. Es schien letztendlich mit einem knappen Vorsprung dank zweier Treffer von Andreas Gräser zum 19:17, jeweils einmal über den Positionsangriff sowie aus dem Konter, in die Pause zu gehen, aber ein verlorener Ball stellte das Ergebnis nach dem vorherigen Anschlusstreffer wenige Sekunden vor der Sirene auf 19:19.
Das identische Resultat stand nach dreißig Minuten in Rosdorf auf der Anzeigetafel, ehe der damalige Gastgeber das Zepter in die Hand nahm und wegzog. Und auch diesmal schien unsere Mannschaft die Unterbrechung überhaupt nicht zu verkraften. Vier Minuten dauerte es, bis der Heimcoach seine grüne Karte zückte, um das wilde Spiel seines Teams wieder zu ordnen. Sie zeigte Wirkung und brachte nach erstmaligem Rückstand (19:21) den Ausgleich und die erneute Führung (23:22), die allerdings schnell wechselte. Bis zum 26:27 ging es hin und her, doch dann rutschten unsere Jungs in die nächste Schwächephase hinein. Bereits zum Ende von Halbzeit eins machten sich erste Mängel in der bis dato brillanten Chancenverwertung breit und die wurden nun stärker. Dazu kam die fehlende Gegenwehr in der eigenen Defensive, woraufhin sich der MTV bis auf 31:26 absetzen konnte. Es deutete sich eine Vorentscheidung an, doch die Heimsieben kämpfte sich sofort zurück und schloss dank ihrer Außen auf (30:31). Crunchtime angebrochen, Spannung da. Das Momentum war jetzt bei den Worbisern, aber sie schafften es nicht, die Partie komplett auf ihre Seite zu ziehen. In diesen Minuten fehlten die entscheidenden Torerfolge. Leider kam auch ein bisschen Pech mit einigen Pfostentreffern obendrauf. Der MTV ließ nichts mehr liegen - Einheit lief die Zeit davon und wurde dementsprechend gezwungen, den Gegner werfen zu lassen und sich auf ihre Keeper zu verlassen, doch auch die beiden Herren in Grün erwischten keinen guten Tag. Niederlage Nummer 4 stand fest.
Erneut fehlte nicht viel, um den Abwärtstrend zu stoppen und sich noch Hoffnungen auf die Regionsliga zu machen, zum wiederholten Male lässt sich aber ein vermeidbarer Punktverlust mit der mangelnden Trefferquote in Halbzeit zwei erklären - bei 35 Toren nicht allgemein, jedoch in den Phasen, auf die es ankommt - sowie aufgrund einer weitestgehend zu Zwei Begegnungen mit der Tuspo Weende verbleiben noch für einen Mutmacher bis Weihnachten, die Planungen für die Monate nach der Winterpause werden sich allerdings sehr wahrscheinlich auf die Regionsklasse beziehen.
Sonntag, 09.11.2025 15:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Sklepik – Gräser (7/5), Paksa (3), Sittig (2), Bräunlich (1), Schneeberg (2), Fasse, Ertmer (2), Stolze, Steinhardt (1), Kullmann, F. (1), Liebergesell (1)
Stationen: 3:0, 4:2, 5:3, 8:3, 10:6, 11:8, 14:8, 15:9 (HZ) – 17:12, 18:12, 18:15, 19:15, 19:18, 21:18, 22:20 (Endstand)
Offensiv der Verzweiflung nahe - erste Männermannschaft belohnt sich für verbesserte Defensive nach der Halbzeit nicht und verliert zum dritten Mal
Einfach nur bitter. Unzählige Möglichkeiten waren unseren Jungs nach dem Seitenwechsel gegeben, die vorherigen Fehler doch noch auszugleichen und sich mit einem Punktgewinn zu belohnen, das gegnerische Gehäuse schien an diesem Tag jedoch wie vernagelt. Eine solide Abwehrleistung mit starkem Keeper in den zweiten dreißig Minuten glich die Defizite im Torabschluss allerdings nicht aus, um sich im Rennen um die Spitzenplätze wieder zurückzumelden.
Schon einen gewissen „Endspielcharakter“ in Sachen Regionsliga sollte die fünfte Partie aus der Qualifikation für unsere erste Männermannschaft besitzen. Zwei Siegen zu Beginn der Saison folgten die beiden Niederlagen vor und nach der Herbstpause, sodass bei der längsten Auswärtsfahrt in der Hinrunde an diesem Sonntagnachmittag nach Holzminden zur HSG Solling II unbedingt etwas Zählbares rausspringen musste, um den Kontakt an die Spitzenplätze nicht noch weiter zu verlieren. Eine Wiederholung des ersten Duells (35:30-Sieg) wäre natürlich der Optimalfall.
Im heute dreizehnköpfigen Kader sah sich Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann allerdings erneut gezwungen, auf einige Ausfälle im Rückraum zu reagieren - mit Alexander Heidorn, Pascal Kullmann sowie den weiterhin verletzten Arne Kinast und Erik Schwaberow fehlte da so einiges an Kraft und Erfahrung. Zusätzlich zur notwendigen Umstellung auf einigen Positionen half der etatmäßige Torhüter Christian Liebergesell als Kreisspieler aus.
Dass nicht alle Worbiser Akteure auf ihrem angestammten Platz zum Zug kamen, war ihnen von der ersten Minute an im eigenen Ballbesitz anzumerken. Durch die zunächst hohe Trefferquote des Gegners wurden sie ins ohnehin schon ungeliebte Positionsspiel gezwungen. Konterläufe, aber auch rasche Gegenstöße über die schnelle Mitte blieben fast komplett aus. Zu dem sehr schwerfälligen Aufbau unserer Jungs im Angriff kam eine hohe Anzahl an Fehlpässen - Laufwege und gegenseitige Abstimmung passten hier dementsprechend nicht immer. Mühsam ins Tempo gekommen, um sich aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten zu erarbeiten, ging der Arm der Unparteiischen als Zeichen fürs Zeitspiel einige Male bereits nach oben. Die Folge war ein Fünf-Tore-Rückstand zur Hälfte des ersten Durchgangs (8:3). Dazu kamen phasenweise Probleme in der Abwehr - neben den bekannten Problemen von Außen und Kreis eigentlich gut zugefasst, meistens jedoch einen Schritt zu spät, was zahlreiche Strafwürfe nach sich zog, bei denen sich die Hausherren eiskalt zeigten. Wenngleich bei ihnen auch nicht alles perfekt lief, machten sie ihre benötigten Treffer. Richtung Pause wurden die Wipperstädter dann vermehrt über Linksaußen Andreas Gräser erfolgreich, welcher sich zudem als solider Siebenmeterschütze (5 von 6 getroffen) auszeichnen konnte. Alles in allem musste sich beim Halbzeitstand von 15:9 aber noch einiges für eine Aufholjagd ändern.
Zumindest defensiv schien sich die Einheit-Sieben nach dem Seitenwechsel deutlich zu bessern. Mit Unterstützung vom jetzt stark parierenden Keeper Marvin Sklepik sind genügend Chancen vorhanden gewesen, sich Stück für Stück heranzukämpfen, doch es sollte nur bedingt gelingen. Offensiv blieb es sehr zäh - es lag, trotz der anhaltenden Erfolgserlebnisse im Spiel gegen den Ball, eine extreme Anspannung in der Luft. Insgesamt ergab sich dank der sich entwickelnden Abwehrschlacht schwere Kost für die Zuschauer, die ersten fünfzehn Minuten vom zweiten Durchgang eigenständig gesehen, stand es 3:4. Es war weiterhin alles möglich, jedoch musste der Knoten spätestens in der Crunchtime platzen, nachdem auch bisherige Überzahlsituationen kein Geschenk für unser Team darstellten. Eine Auszeit seitens der HSG folgte, sie half allerdings eher den Gästen. Mit ein bisschen Spielglück bei den vergebenen gegnerischen Abschlüssen schlossen die Worbiser nach drei gelungenen Kontern in Windeseile bis auf ein Tor auf (19:18) und es waren - nicht für alle Beteiligten auf der Anzeigetafel zu sehen, da sie lediglich das Ergebnis aufweisen konnte - noch zehn Zeigerumdrehungen für die endgültige Wende zu gehen. Eine weitere mehrminütige Phase brach unseren Jungs letztendlich aber das Genick. Zwei Angriffe später lag Solling plötzlich wieder mit drei Treffern in Front. Es bot sich schließlich eine weitere Situation mit einem Mann mehr, um nochmal ranzukommen, wie die vorherigen wurde auch diese leider nicht genutzt. Nach dem kurzen Zwischenhoch fehlte es nun an den entscheidenden Toren. Die Gastgeber waren platt, retteten den knappen Vorsprung allerdings über die Ziellinie.
Was lässt sich im Nachhinein sagen? Die verkorkste erste Halbzeit mit einer wirklich starken Abwehrleistung geradegebogen und nur sieben Mal den Ball nach dem Seitenwechsel aus dem eigenen Gehäuse fischen zu müssen, ist es eigentlich nicht zu fassen, ohne einen Punktgewinn die Heimreise anzutreten. Dem gegenüber steht jedoch eine Trefferquote von 40%, ausgedrückt in zwanzig Toren - das ist einfach zu wenig, um solche Abnutzungskämpfe für sich zu entscheiden. Den Torwart richtig auszugucken oder den Pass zum besser positionierten Mitspieler bringen; das hat an diesem Nachmittag mehr als zuvor vermissen lassen. Mission Regionsliga ist nach der dritten Niederlage in Folge kaum noch zu meistern, wenngleich die Staffel ziemlich ausgeglichen ist. Dazu müssen jetzt erstmal die Hausaufgaben in den drei verbleibenden Spielen erledigt werden, dann lässt sich eventuell nochmal darüber reden.
Samstag, 01.11.2025 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Wagner, Sklepik – Gräser (2), Paksa (4), Sittig (1), Heidorn (8/3), Bräunlich, Schneeberg (3), Fasse, Ertmer (5), Steinhardt (2), Kullmann, F.
Stationen: 0:2, 1:3, 2:5, 3:8, 4:11, 6:11, 8:14, 9:15 (HZ) – 9:16, 13:16, 15:19, 15:22, 17:23, 19:26, 21:28, 22:30, 25:30 (Endstand)
Punktuell passives Abwehrverhalten und ein zu spät erwachter Angriff - erste Männermannschaft gibt nach zweiter Niederlage in Folge Tabellenführung ab
Es sollte auf den ersten Rückschlag eine passende Reaktion vor heimischer Kulisse folgen, stattdessen standen unsere Jungs nach dem Schlusspfiff aber erneut mit leeren Händen da. Nach einem verkorksten Start fingen sich die Worbiser in den ersten Minuten vor und nach der Pause und schienen die Verfolgungsjagd anzutreiben, wurden jedoch immer wieder durch defensive Unkonzentriertheiten von den Gästen entscheidend bestraft.
Den Punktverlust aufgearbeitet, einige Wochen Vorbereitung in der Herbstpause abgeschlossen und nun kann es in die intensive und zugleich entscheidende Phase der Qualifikation bis Weihnachten gehen. Zum Abschluss des ersten Heimspieltags im November empfing unsere erste Männermannschaft als aktueller Tabellenführer die vierte Vertretung des MTV Geismar in der Ohmberghalle. Es war das bereits zweite Aufeinandertreffen beider Teams in dieser noch jungen Saison - und an das Hinspiel dürften die Wipperstädter noch gute Erinnerungen haben. Nachdem an selbiger Stelle der letzte Ligasieg bejubelt werden durfte, damals noch gegen die zweite Mannschaft des MTV, hatte die lange Durststrecke anderthalb Jahre später im umkämpften Duell mit dem heutigen Gegner endlich ein Ende (25:23). Um weiter auf Kurs Regionsliga zu bleiben und die 33:42-Pleite in Rosdorf auszugleichen, sollte eine Wiederholung dieses Erfolgs her.
Personell musste die Einheit-Sieben um Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann jedoch einige Ausfälle kompensieren. Mit Arne Kinast, Pascal Kullmann, Armin Stolze und Erik Schwaberow fehlten überwiegend Akteure für den Rückraum, sodass an dortigen Positionen kräftig rotiert wurde. Auf der anderen Seite gab Johannes Paksa aus der eigenen Jugend sein Pflichtspieldebüt, nachdem er vorige Woche erstmals im Seniorenbereich bei der Herrenreserve ran durfte.
In den ersten Minuten deutlich sichtbar, sollte auf die Worbiser, wie schon im ersten Duell mit der erfahrenen Auswahl aus dem Süden Göttingens, ein hartes Stück Arbeit zukommen. Vor allem offensiv boten sie in den ersten dreißig Minuten zu wenig, um die Defizite im Spiel gegen den Ball ausgleichen zu können. Es wurde versucht, im ungeliebten Positionsspiel Tempo im Rückraum aufzunehmen, um Lücken in der MTV-Defensive reißen zu können, doch gegen die robuste Abwehr fanden unsere Jungs nur wenige Mittel und so musste zumeist ein Wurf von neun Metern her, um überhaupt zum Abschluss zu kommen. Dazu kam die zunächst sehr schwache Chancenverwertung von circa dreißig Prozent in Halbzeit eins, bedingt durch eben diese ungünstigen Abschlusspositionen. Die Gäste ihrerseits hatten zu Beginn wenige Probleme im Angriff, da ihr Kreisspieler häufig ungenügend gedeckt blieb und sich so ein ums andere Mal in der Torschützenliste eintragen durfte. Zudem klappte es durch die Passivität der Wipperstädter auch mal über den wurfgewaltigen Rückraum. Die hohe Trefferquote ließ das gefährliche Konterspiel unserer Mannschaft kaum zu und über die schnelle Mitte sollte es ebenfalls noch nicht so wirklich funktionieren. Mitte des ersten Durchgangs stand bereits ein 4:11 auf der Anzeigetafel, ein frühes Team-Timeout des Coaches nach gerade einmal acht Minuten zeigte keine Wirkung, das zweite zu diesem Zeitpunkt wiederum mehr. Bis zur Pause konnte die Einheit-Sieben das Ganze ausgeglichener gestalten, mit dem 9:15-Rückstand zur Pause gab es allerdings noch ein dickes Brett zu bohren.
Es bedarf einigen Änderungen, um hier noch etwas Zählbares mitzunehmen - und die erhoffte Steigerung schien sich nach dem Seitenwechsel anzubahnen. Auf den Geismarer Treffer von sieben Metern zum 9:16 - der einzige in den ersten neun Minuten - antworteten unsere Jungs durch ihre Youngsters mit vier Toren und schlossen zum 13:16 auf, plus zwischenzeitlich zwei Mann mehr auf der Platte. Die an diesem Abend erneut großartige Kulisse peitschte das Team nach vorne, doch der MTV ließ sich nicht beirren, fand im Angriff eine neue Schwachstelle in der Worbiser Defensive und stach nun über Linksaußen zu. Aus der vermeintlichen Wende bauten die Gäste ihren Vorsprung in der 46. Minute wieder auf sieben Tore aus (15:22). Es wirkte zwar noch nicht endgültig so, dass die Begegnung schon entschieden war, auch aufgrund der nachlassenden Kräfte des Göttinger Teams. Auf der anderen Seite schafften es die Wipperstädter jedoch zu selten, den Ball abzufangen, obwohl sie den Gegner jetzt häufiger ins Zeitspiel drängten. Was bei den Geismarern anfangs mehrfach hintereinander über den Kreis und später von Linksaußen klappte, brachte in der Schlussphase auf der Mitteposition unsere Mannschaft zur Verzweiflung. Da halfen auch die konditionellen sowie Tempovorteile in Verbindung mit schön herausgespielten Toren über die schnelle Mitte nicht mehr. In den finalen Offensivaktionen konnten die Hausherren nur noch Ergebniskosmetik betreiben, mit den vielen kleinen Fehlern in der Abwehr war nicht mehr möglich.
Mit der zweiten Niederlage in Folge verliert die Einheit-Sieben die Tabellenführung in ihrer Qualifikationsgruppe und ordnet sich im Mittelfeld ein. Es ist natürlich weiterhin alles möglich, dennoch muss wieder eine konstant gute Leistung über sechzig Minuten her, um zurück auf die Siegerstraße zu kommen und die Regionsliga nicht aus den Augen zu verlieren.
Samstag, 27.09.2025 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Tomalka, Wagner, Sklepik – Gräser (4), Weinrich (1), Kinast (4), Heidorn (7/4), Bräunlich (2), Schneeberg, Ertmer (6), Kullmann, P. (4), Steinhardt (2), Kullmann, F. (2), Engemann (1)
Stationen: 0:1, 3:3, 5:7, 6:9, 6:12, 10:13, 14:17, 15:19, 20:19 (HZ) – 24:21, 26:24, 30:26, 31:27, 33:28, 36:31, 37:33, 42:33 (Endstand)
Nach der Halbzeit machtlos - erste Männermannschaft im dritten Saisonspiel erstmals unterlegen
In den ersten zwanzig Minuten zeigten die Worbiser insbesondere offensiv eine ansprechende Leistung, ehe eine Auszeit den Bruch im Spiel bedeutete. Ideen und Tempo verlagerten sich immer weiter auf die Seite der Rosdorfer, welche unseren Jungs mit einer couragierten Abwehrleistung und einfach herausgespielten Treffern schlussendlich den Zahn zogen.
Nachdem in der Vorwoche auch das Heimdebüt beim 35:30-Sieg gegen die HSG Solling II gelungen ist, ging es an diesem Wochenende für unsere erste Männermannschaft wieder auswärts weiter, allerdings ebenfalls zur gewohnten Primetime. Die Reise führte sie nach Rosdorf zur dritten Vertretung des dort ansässigen MTV. Aktuell nach zwei Partien an der Spitze der Qualifikationsgruppe platziert, soll bei den heutigen Gastgebern, die bisher nur einmal ran durften, im Duell mit der Tuspo Weende jedoch deutlich mit 29:44 unterlagen, der dritte Sieg im dritten Spiel her, um sich weiter Richtung Regionsliga zu arbeiten.
Im Kader wurde aufgrund einiger Ausfälle von der Reserve aufgefüllt. So stand Jörg Tomalka neben Marvin Sklepik und Albert Wagner, welcher nach verletzungsbedingter Pause nur zu einem Kurzeinsatz kam, zwischen den Pfosten. Auf dem Feld unterstützte Patrick Weinrich auf Außen.
In den ersten Minuten sahen die Zuschauer eine von den Angriffsreihen dominierte Begegnung. Da die Defensive unserer Jungs zunächst wenig Zugriff bekam, galt es wiederum, die Offensivaktionen übers ungeliebte Positionsspiel erfolgreich zu gestalten - sie sahen sich aber durch eine sehr passive Rosdorfer Verteidigung mit riesigen Lücken kaum vor Probleme gestellt. Wichtig war zudem, dass die Trefferquote, ein altbekanntes Problem der vergangenen Monate, stimmte. Nach zehn Minuten wachten die Wipperstädter auch in der Abwehr auf. Sie traten entschlossener heraus und setzten ihre Gegenspieler mehr unter Druck - dazu erhielten sie reichlich Unterstützung vom starken Schlussmann. Dementsprechend erarbeiteten sie sich den ersten größeren Vorsprung bis zum 12:6. Die Hausherren machten in Folge von ihrem ersten Team-Timeout Gebrauch - und diese stellte den bisherigen Verlauf allmählich auf den Kopf. Auf das deutlich robustere Abwehrverhalten fand unsere Mannschaft nur selten Lösungen, es fehlte insgesamt an Tempo und konsequentem Stoßen. Erste Fehlwürfe aufgrund weniger passenden Abschlusspositionen ermöglichten es dem MTV, Stück für Stück aufzuschließen. Coach Matthias Wulff zückte ebenfalls die grüne Karte, doch diese gelobte nur wenig Besserung. Ab und zu funktionierte es zwar mal mit einem einfachen Torerfolg über die schnelle Mitte, die Worbiser profitierten allerdings auch davon, dass der Gastgeber die Fehler noch nicht jedes Mal bestraften konnte. Dennoch verloren sie immer mehr den Faden und mussten sogar mit einem knappen 19:20-Rückstand in die Pause gehen.
Eigentlich kam die Halbzeit aus Sicht unserer Jungs genau zum richtigen Moment, um sich neu zu fokussieren, doch sie schafften nicht den erhofften Turnaround. Stattdessen drückten die Rosdorfer der Partie in den noch zu gehenden dreißig Minuten eindrucksvoll ihren Stempel auf. Wie bereits vor dem Seitenwechsel fing sich die Einheit-Sieben durch mangelndes Verschieben und Heraustreten massig einfache Treffer. Immerhin überstand sie die erste Unterzahlsituation ohne größere Schäden, hielt den Rückstand nur bei zwei bis drei Toren. Weiter verkürzen konnten die Wipperstädter jedoch nicht, jeder Torerfolg bedeutete gegen die extrem griffige MTV-Defensive harte Arbeit. Deren nun rasches Rückzugsverhalten machte es für unser Team zusätzlich schwer, über schnelle Gegenstöße einfach durchzubrechen, somit wurden die Worbiser ins Positionsspiel gedrückt, in dem sie im weiteren Verlauf des Spiels selten zum Zug kamen. Leicht verdiente Treffer übers Konterspiel waren ebenfalls den Rosdorfern vorbehalten. Zum Ende hin wurde das Duell weitaus hitziger - etwas Frust machte sich bei den Gästen breit, die jetzt öfters mit einem oder sogar zwei Mann weniger agieren mussten. Bezeichnend für die gegenwärtige Leistung war ein Fehlpass wenige Sekunden nach Team-Timeout und kurz darauffolgend die nächste Zeitstrafe. Wenngleich beim Stand von 33:37 aus Sicht unserer Mannschaft noch fünf Minuten auf der Uhr standen und sie sich nicht aufgab, so war der Tank schließlich leer. Das kräftezehrende Spiel für die eigenen Tore machte sich in der restlichen Zeit bemerkbar, es klappte so ziemlich gar nichts mehr. Aus dem 33:37 stellte der MTV noch auf 33:42 - auf dem Papier letztendlich doch eine ordentliche Niederlage, welche die aktuellen Schwachstellen im Worbiser Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit gnadenlos aufgedeckt hat. Sich spielerisch leicht und mit hohem Tempo zu Beginn der Partie noch durchgesetzt, waren später einige Parallelen aus der Vorsaison zu erkennen - zu viel Aufwand für die eigenen Treffer, zu viele einfache Ballverluste und daraus resultierende Gegentore. Diese Begegnung muss abgehakt und über die Herbstpause bis zum nächsten Heimspiel Anfang November aufgearbeitet werden.
Samstag, 20.09.2025 20:00 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Jäger, Sklepik – Gräser (7), Kinast, Heidorn (9/3), Bräunlich (3), Schneeberg (2), Schwaberow, Fasse, Ertmer (4), Kullmann, P. (8), Jagelski, Steinhardt, Kullmann, F. (2)
Stationen: 4:0, 6:1, 8:2, 8:6, 11:10, 14:11, 17:13, 18:16 (HZ) – 22:16, 24:18, 27:20, 29:23, 33:24, 33:29, 35:30 (Endstand)
Mit Licht und Schatten zur Tabellenführung - erster Männermannschaft gelingt in der neuen Saison auch das Heimdebüt
Es war nicht immer überzeugend, doch am Ende fahren unsere Jungs in ihrem zweiten Spiel den zweiten Saisonsieg ein und setzen sich an die Spitze der Vorrundengruppe. Nach einer bärenstarken Anfangsphase allmählich in alte Muster verfallen, reichten weitere gute Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit aus, um die nächsten beiden Punkte ins Ziel zu bringen, welche auf den letzten Metern noch ordentlich ins Wanken gerieten.
In der Vorwoche nach über anderthalb Jahren erstmals wieder einen Sieg in der Fremde gefeiert, sollte die Durststrecke vor heimischer Kulisse nun ebenfalls ein Ende finden, und zwar zum Abschluss des ersten Heimspielsamstags der Saison 2025/2026. Unsere erste Männermannschaft empfing im Duell der beiden siegreichen Teams von Spieltag 1 die zweite Vertretung der neu gegründeten HSG Solling - ein Zusammenschluss aus den Städten Holzminden, Bevern und Stadtoldendorf - in der Ohmberghalle.
Aus personeller Sicht zählte Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann gegen die aufgrund des besseren Torverhältnisses an der Spitze der Vorrundengruppe platzierten Gäste 13 Akteure im Kader. Keeper Dominik Hartmann, Patrick Engemann im Rückraum sowie René Sittig am Kreis standen nicht zur Verfügung, dafür rückten Außenspieler Andreas Gräser und Benedikt Jagelski nach und sollten mit ihrer Erfahrung dieses erste „Topspiel“ in die richtigen Bahnen lenken.
Die Einheit-Sieben war heiß auf das nächste Erfolgserlebnis und legte dementsprechend los wie die Feuerwehr. Dank eines sicheren und zügigen Angriffsspiels mit brutaler Durchsetzungskraft wurde die HSG schier überrannt. Nach nicht einmal fünf Zeigerumdrehungen stand bereits ein 6:1 auf der Anzeigetafel. Dementsprechend früh zückte der Gästecoach die grüne Karte, welche nach einiger Zeit ihre Wirkung zeigte. Weitaus mehr schwächten sich die Wipperstädter jedoch selbst - nach der ersten Zeitstrafe ließ sich Arne Kinast in der 12. Minute zu einer Tätlichkeit im gegnerischen Tempogegenstoß hinreißen und sah dafür folgerichtig den roten Karton. Doppelte Unterzahl und ein spürbarer Bruch im bisher so leichtfüßigen Spiel. Zu viele falsche Entscheidungen wurden getroffen, es zog sich eine gewisse Unkonzentriertheit durch die Worbiser Reihen. Solling profitierte immer wieder von den einfachen Ballverlusten und verkürzte den Rückstand bis auf 11:10. Die kurze Schwächephase überwunden, besserten sich unsere Jungs offensiv wieder. Insbesondere über die Rückraumshooter sowie Linksaußen blieben sie weitestgehend konsequent vor dem gegnerischen Gehäuse und konnten den knappen Vorsprung bis zur Pause halten, 18:16.
Nun galt es, sich neu zu fokussieren und das überzeugende Spiel aus der Anfangsphase zu wiederholen. Und genau das setzte unsere Mannschaft um. Defensiv ebenfalls verbessert, agierte sie im Positionsangriff dynamischer und variabler - dazu kamen einfache Tore über die erste Welle. Weniger unnötige Fehler und Fouls sorgten auch dafür, dass der Spielfluss kaum gestört wurde. Die Einheit-Sieben zog ihre Aktionen entschlossen durch, baute die Führung bis auf 33:24 in der 48. Minute aus. Normalerweise sollte da nichts mehr anbrennen, doch die Luft war bei den Hausherren auf einmal komplett raus. Aus dem bisherigen Tempo wurde Standhandball - sie rieben sich an der HSG-Abwehr auf und schlossen zu unüberlegt ab. In Folge rollte ein Konter nach dem anderen auf das Worbiser Tor. Plötzlich schien die Partie beim Stand von 33:29 komplett zu kippen, immerhin waren noch acht Minuten zu gehen. Ein weiteres Team-Timeout brachte keine Besserung, irgendwie musste dieser Vorsprung über die Zeit gebracht werden. Schließlich retteten letzte personelle Wechsel und noch zwei geglückte Einzelaktionen auf der einen sowie die zu diesem Zeitpunkt erforderliche Abwehr- und Torwartleistung auf der anderen Seite den Sieg ins Ziel. Eine Begegnung mit extremem Auf und Ab, in der sich unsere Jungs ihr phasenweise perfektes Spiel beinahe noch kaputt gemacht hätten. So legten sie aber eine solide Grundlage in Sachen Qualifikation für die höherklassige Regionsliga.
Sonntag, 14.09.2025 16:30 Uhr
Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Sklepik – Kinast (1), Sittig (4), Heidorn (9/1), Bräunlich (1), Schneeberg (1), Schwaberow (1), Fasse, Ertmer (4), Kullmann, P. (2), Steinhardt, Kullmann, F. (1), Engemann (1)
Stationen: 0:2, 2:2, 2:4, 4:6, 6:8, 8:8, 10:9 (HZ) – 12:11, 14:12, 14:15, 17:18, 18:19, 19:19, 19:22, 20:23, 21:24, 22:25, 23:25 (Endstand)
Aufopferungsvoller Kampf endlich belohnt - erste Männermannschaft feiert lang ersehnten Erfolg und einen gelungenen Einstand in die neue Saison
Was für ein Auftakt! Bis zur Schlusssirene boten sich unsere Jungs mit der Geismarer Sieben ein Kopf-an-Kopf-Rennen, an dessen Ende der erste Worbiser Sieg nach knapp anderthalb Jahren lautstark bejubelt werden durfte. Chancen zu einer früheren Entscheidung waren oftmals gegeben, wurden allerdings erst in der Crunchtime mit der nötigen Nervenstärke konsequent genutzt.
Spiel eins nach dem Abstieg aus der Regionsoberliga führte unsere erste Männermannschaft zu Beginn der Regionsliga/-klasse-Qualifikation 2025/2026 nach Göttingen. Dort wartete der MTV Geismar IV auf - ein bekannter Gegner aus den letzten Jahren, allerdings für die Worbiser Herrenreserve. Und nicht nur das Team aus dem Eichsfeld war diesmal ein anderes, die Universitätsstädter hatten auch mit reichlich Erfahrung ihren Kader aufgewertet. Kein leichtes Unterfangen demnach für unsere Jungs, erfolgreich in die neue Saison zu starten und die Fortschritte aus der Vorbereitung in den Ligaalltag zu transferieren. Personell sah man sich mit 14 Akteuren für diese Aufgabe gewappnet, darüber hinaus debütierte Torwart Marvin Sklepik im Einheit-Dress.
In den ersten Aktionen der Partie schien sich der Aufwärtstrend aus den vergangenen Wochen widerzuspiegeln. Wie vom Trainerduo Matthias Wulff/Thomas Gahrmann vorgegeben, versuchte die Mannschaft auf dem Feld, geduldig mit langen Ballbesitzphasen die Lücke zu finden. Über den Rückraum kamen die Wipperstädter so zu Torerfolgen, waren durch das bisher selten funktionierende Wellenspiel aber auch dazu gezwungen. Auf der anderen Seite sahen die mitgereisten Fans eine couragierte Defensivleistung mit sicherem Rückhalt zwischen den Pfosten - lediglich vereinzelte Probleme mit dem gegnerischen Linksaußen. Nach dynamischen Anfangsminuten machte sich etwas Nervosität in den Reihen der Gäste bemerkbar, was in einigen technischen Fehlern resultierte. Ebenfalls kam das alte Problem der Chancenverwertung hinzu - der MTV-Schlussmann stellte sich nach und nach auf die Abschlüsse Richtung kurze Ecke ein. Durch einfache Geismarer Torerfolge konnte der bisherige knappe Vorsprung nicht weiter ausgebaut werden - stattdessen stand zur Pause sogar ein 9:10-Rückstand aus Sicht der Einheit-Sieben zu Buche. Zu viel Aufwand, zu wenige Treffer.
Weiterhin zerfahren und mit überschaubarem Niveau setzte die Begegnung nach dem Seitenwechsel fort. Bei unseren Jungs kam zu Beginn des zweiten Durchgangs öfter die erfolgreiche schnelle Mitte nach einem Gegentor zum Vorschein. Dank zusätzlich optimiertem Wellenspiel befanden sie sich somit vom Ergebnis her in Schlagdistanz und holten sich nach 12 Minuten die Führung zurück. Eine folgende Überzahl bot die Gelegenheit, sich nun weiter abzusetzen, doch die Hausherren fanden auch hier passende Antworten. Beide Teams schenkten sich nichts, der Ausgang dieses umkämpften Duells war bis in die Schlussphase hinein völlig offen. Nach jeweils einer Auszeit beider Offiziellen schraubte unser Team erstmals den Vorsprung auf drei Tore - 22:19 und noch knapp fünf Minuten zu gehen. Mit der gesteigerten Trefferquote zum richtigen Moment bewegten sich die Worbiser auf die Siegerstraße, hatten jedoch erneut großes Glück, dass der MTV nach dem Tor zum 22:20 einen kapitalen Fehler nicht nutzen konnte. Den alten Abstand wiederhergestellt, mussten sie sich dann aber die letzten beiden Minuten durch eine Zeitstrafe in Unterzahl quälen. Mit zwei weiteren geglückten Angriffsversuchen war der Deckel dann aber endgültig drauf und unsere Jungs brachten den Sieg ins Ziel. Großer Jubel machte nach der Schlusssirene in der Halle breit - 17 Monate nach dem letzten Punktgewinn, damals am gleichen Ort noch gegen die zweite Geismarer Vertretung, hat es die Einheit-Sieben vollbracht, endlich wieder als Gewinner das Feld zu verlassen. Ein hart geführter Abnutzungskampf, welchem die erfahrenen Kräfte auf Worbiser Seite in den finalen Aktionen ihren Stempel aufdrückten.