Spielberichte 11./12.04.2026

5. Spieltag Regionsklasse Braunschweig/Göttingen Männer Staffel 3

HSG Rhumetal IV - SV Einheit 1875 Worbis II                                    40:33   (19:15)

Sonntag, 12.04.2026 12:30 Uhr

 

Worbis mit (Tore/davon 7m-Tore): Hartmann, Wagner – Eckardt (1), Keppner (3/1), Weinrich (4/1), Schneeberg (1), Watterott (2), Paul, Diehle (3), Paksa (12/2), Zahlmann (4), Jäger (3/1)

 

Stationen: 0:1, 3:1, 5:3, 9:3, 9:5, 11:5, 12:7, 16:7, 16:10, 17:10, 17:14, 19:15 (HZ) – 22:15, 25:18, 27:20, 31:20, 32:21, 32:25, 35:25, 35:30, 37:31, 40:33 (Endstand)

 

Ersatzgeschwächte zweite Männermannschaft bleibt trotz solider Leistung auswärts punktlos

 

Eine verschlafene Anfangsphase ließ schon das nächste gegnerische Torfestival vermuten, doch unsere Jungs kämpften sich im Verlauf der ersten Halbzeit, vor allem dank einer verbesserten Abwehr, in die Partie zurück und ließen noch Hoffnungen auf den ersten Zähler in der Fremde aufkeimen. Es folgte nach dem Seitenwechsel jedoch fast eine Kopie des ersten Durchgangs, wodurch den Wipperstädtern ein besseres Resultat verweigert werden sollte.

 

Die Osterferien in Niedersachsen waren vorbei, somit rollte auch die letzte Phase des Spielbetriebs der Handballregion Braunschweig-Göttingen in der Saison 2025/2026 langsam wieder an. Von unseren Teams war an diesem Wochenende allerdings nur eines davon betroffen: Unsere zweite Männermannschaft durfte auswärts ran, es ging am Sonntagmittag nach Katlenburg zur HSG Rhumetal IV. Bereits zum dritten Mal standen sich diese Konkurrenten gegenüber – in den beiden Partien zuvor, damals noch in der Vorrunde, blieben die Punkte jeweils beim Gastgeber. Nicht nur deshalb sollte es ein schweres Unterfangen für unsere Jungs werden, das zu ändern und die ersten Zähler in der Fremde einzufahren, sondern auch aufgrund der personellen Lage. Da sich Thüringen noch in den Ferien befand, wurden sie mit einigen Ausfällen konfrontiert, darum füllten einige Youngsters aus der ersten Mannschaft den Kader auf zwölf Mann aus.

Und die Einheit-Sieben lief nach dem ersten eigenen Treffer zum 1:0 anschließend früh einem Rückstand hinterher. Die anfänglichen Schwächen lagen vor allem an der Abwehr, die im gegnerischen Positionsspiel viel zu passiv agierte und den Hausherren den unbedrängten Abschluss aus beliebiger Position ermöglichte. Jeder Ball zappelte im Netz, Torhüter Albert Wagner war weitestgehend machtlos. Eine ähnliche Konsequenz brachte unser Team leider nicht auf die Platte, daraus resultierten zahlreiche Rhumetaler Konterläufe. Nach knapp neun Minuten lagen die Wipperstädter bereits 3:9 im Hintertreffen. Mit zwei gelungenen Angriffsaktionen in Serie dank der ersten Parade vom eingewechselten Keeper Dominik Hartmann hieß es zur ersten Auszeit des Gastgebers zumindest nur noch 5:9. Nach der kurzen Unterbrechung hätte die Partie auch weiter in Richtung der Einheit-Sieben kippen können. Die HSG ließ vorne zunächst deutlich mehr liegen, doch unser Team konnte im eigenen Ballbesitz kein Kapital daraus schlagen. Stattdessen musste Coach René Paul in Minute 18 den nächsten Lauf der Hausherren mit einer grünen Karte brechen – 7:15 der Zwischenstand. Erste Zeitstrafen für die Heimmannschaft wenig später ergaben die Möglichkeit für die unsere Jungs, etwas durchzuschnaufen und sich in dieses Spiel zurückzuarbeiten. Den personellen Vorteil auf dem Feld nutzten sie tatsächlich sehr gut aus und schafften es, nach und nach zu verkürzten. Aus einer aufmerksamen Defensive heraus zwangen sie ihre Gegenspieler zu leichtsinnigen Fehlern, konnten nun einige Tempogegenstöße laufen und einfache Tore erzielen. Auf einmal hieß es nur noch 14:17, zum kompletten Turnaround reichte es jedoch nicht. Insgesamt war die Begegnung jetzt von Unkonzentriertheiten beider Seiten geprägt, was sie nach mehrfachen Wechseln der guten Phasen ausgeglichener gestaltete. In den Schlussminuten des ersten Durchgangs verhinderte der Worbiser Keeper einen höheren Rückstand. Mehrere Bälle in Folge entschärft, auch frei von sechs Metern, bedeuteten ein 15:19 zur Pause. Nach dem schwachen Beginn kämpften sich die Wipperstädter stark zurück und hielten sich so noch alle Chancen für Halbzeit zwei offen.

Diese Hoffnungen wurden nach kurzer Zeit allerdings schnell begraben – ein rascher 3:0-Lauf der Gastgeber ließ den Rückstand wieder auf sieben Tore anwachsen. Im Folgenden plätscherte die Partie etwas vor sich hin. Der komfortable Vorsprung für den Gastgeber war nun doch eine zu große Hypothek für unsere Jungs, um hier noch ein Comeback zu starten. Zehn Minuten waren gespielt, ehe sich kurzzeitig ein ähnliches Bild wie zu Beginn der ersten Hälfte anbahnte. Die Einheit-Sieben agierte zu fahrig im Angriff und die HSG nutzte die Fehler gnadenlos aus. Aus diesem Tief befreiten sie sich aber schnell und reduzierten die gegnerische Führung zu ihrem zweiten Team-Timeout fünfzehn Minuten vor dem Schlusspfiff auf 23:32. Trotz der vermeintlich gefallenen Entscheidung ließen die Worbiser ihre Köpfe nicht hängen. Albert Wagner im eigenen Gehäuse konnte sich in diesen Minuten ebenfalls mehr und mehr auszeichnen, was den Gästen Ergebniskosmetik ermöglichen sollte. Plötzlich zog sich eine gewisse Leichtigkeit durch die Reihen der Worbiser, die sich mit einigen sehenswerten Aktionen immer wieder durchsetzen konnten. Mit vier Treffern in Folge zwangen sie die HSG fünf Minuten vor dem Schlusspfiff sogar noch zu einer weiteren Auszeit (29:35), welche diese wiederum nochmal wachrütteln und den Vorsprung in dieser Höhe ins Ziel bringen sollte. Mindestens ein Mal konnte jeder eingesetzte Feldspieler zu den dreiunddreißig Treffern beitragen – ein erneut guter offensiver Auftritt unserer Mannschaft. Auf der anderen Seite knackte der Gegner leider auch in diesem Spiel die Vierzig-Tore-Marke. Für die vorhandenen Möglichkeiten an diesem Tag hielten die Wipperstädter in vielen Phasen der Begegnung stark dagegen und gaben sich hier nicht so einfach geschlagen. Blickt man auf den Endstand, verhinderten primär eigentlich nur an die ersten Minuten beider Halbzeiten, dass es hier nicht noch spannender wurde. Unterm Strich geht die Niederlage aber in Ordnung.

Den unrühmlichen Schlusspunkt setzte die letzte Worbiser Angriffsaktion, in welcher Patrick Weinrich beim Torwurf im gegnerischen Kreis vom herauseilenden Rhumetaler Keeper mit dem Bein im Gesicht erwischt wurde und eine Verletzung an Unterlippe sowie den Zähnen erlitt. Der HSG-Akteur sah für diese Aktion den roten Karton, unser Spieler wurde noch eine Weile auf und außerhalb des Feldes behandelt. Wir wünschen ihm an dieser Stelle eine gute Besserung!

Nächstes Spiel: HSG Langelsheim/Astfeld III (18.04.2026, 15.15 Uhr, auswärts).

 

 

 

Bericht: Pascal Kolle